Donnerstag, 14.05.2026
Ab 08:30 Eintreffen und Registrieren – Kerstin Braungardt
09:45 Begrüßung und Einführung in die Tagung – Marianne Kleiner
VORTRÄGE
- 10:00 Wahrhaftiges entdecken: Wirklichkeit und Eigensprache – Andreas Cincera
- 10:45 PAUSE
- 11:15 Wahr ist, was ist – Rita Borer
- 11:40 Die Balance zwischen persönlichem „So-Sein“ und professioneller Distanz – Charlotte Kinateder
- 12:05 MITTAGSPAUSE
- 14:00-17:30 WORKSHOPS A bis F
- 18:00 GIG Mitgliederversammlung
- 19:00 Dozierenden-Treffen
Freitag, 15.05.2026
09:00 Begrüßung und Hinweise zum Tag – Daniel Bindernagel
VORTRÄGE
- 09:15 Dialogkompetenz im Umgang mit Antidemokrat:innen – Mo Asumang
- 10:00 PAUSE
- 10:30 Intermezzo – Ausdruck und Bewegung – Anna Karin Engels
- 10:45 Die authentische Lücke: Ein Fenster im Programm – für das, was entsteht
- 11:10 Zwischen Authentizität und sozialer Erwünschtheit – Echt auf der Bühne als Musiker:in – Magdalena Bork
- 11:35 Authentischer Ausdruck und Freiräume therapeutischer Arbeit – Tilman Rentel
- 12:05 MITTAGSPAUSE
- 14:00-17:30 WORKSHOPS G bis L
- 17:45 Apéro Riche für Teilnehmende der Jahrestagung
- 18:30 – 19:45 „Arena des Zuhörens“: Kontroverse Migrationspolitik
Öffentliche Veranstaltung, Gäste sind herzlich willkommen, Eintritt frei
Samstag, 16.05.2026
09:00 Begrüßung und Hinweise zum Tag – Andreas Cincera
VORTRÄGE
- 09:15 Authentische Mitteilungen: was unser Gehirn uns alles
als wirklich glauben lässt – Horst Poimann
- 10:00 PAUSE
- 10:30 Intermezzo – Heilende Laute – Petra Speth
- 10:45 Authentisch sein in einer neurodiversen Welt – Regine Fankhauser
- 11:10 Gehörlose Menschen sind authentischer wenn sie gebärden – Andreas Fankhauser,
- 11:35 Abschließende Reflexion der Tagung im Plenum – Horst Poimann
- 12:00 MITTAGSPAUSE
- 14:00-17:30 WORKSHOPS M bis Q
ENDE DER TAGUNG
HINWEIS: Änderungen werden vorbehalten.
Für Teilnehmende ohne Erfahrung mit Idiolektik wird ein Einführungsworkshop empfohlen.
WORKSHOPINHALTE A – Q
Donnerstag, 14.05.2026:
A: Einführung in die Idiolektik
Leitung: Andreas Speth & Adrian Christen
Inhalt: In diesem Einführungs-Workshop geht es um die Grundlagen der idiolektischen Gesprächsführung. Anhand von im Workshop geführten Demo-Gesprächen wird die Methodik und die Grundhaltung der Idiolektik erklärt. In Zweier- oder Dreiergruppen werden wir üben, einfache, offene Fragen zu stellen und dabei die eigenen Wertvorstellungen und Deutungen zurückzunehmen. Beim Zuhören achten wir auf die Eigensprache der Erzählenden. Wir greifen Schlüsselworte auf und erfragen deren individuelle Bedeutung. So kann man erleben, wie in Kürze eine aufgelockerte Gesprächssituation entstehen kann und der/die Erzählende sich in seiner/ihrer Welt wieder finden darf.
B: Wer gut fragt, gewinnt – ein Spiel zur Förderung günstiger Fragen und guten Gesprächen
Leitung: Daniel Bindernagel
Inhalt: Das Spiel «Wer gut fragt, gewinnt» erschien im Oktober 2023. Seitdem findet es grossen Anklang in den unterschiedlichsten Kontexten: an einem Spielabend unter Freunden, in Familien, in Teambildungsprozessen und in der Therapie. Es geht darum, gute Fragen zu stellen. Man kann sich gegenseitig und eine andere Form der Kommunikation auf der Basis der Idiolektik kennenlernen – und dies auf unterhaltsame und humorvolle Art. Im Workshop spielen wir das Spiel und können dabei zentrale Elemente der Idiolektik vertiefen.
C: Wahr ist, was ist
Leitung: Andreas Cincera & Rita Borer
Inhalt: Die Erzählung des Gegenüber ohne Wenn und Aber für wahr nehmen. In der schlichten Schönheit des idiolektischen Gesprächs ist dieses Sich-Einlassen ein zentraler Aspekt. Unsere kulturelle Prägung steht dem oft entgegen, sind wir doch schnell bereit uns von unseren Hypothesen und Bewertungen leiten zu lassen.
Wir wollen uns Zeit nehmen und diese Aspekte in allem was sich beim Gegenüber zeigt, für wahr zu nehmen, zu würdigen und so sein zu lassen.
D: Körpersprache – der rote Faden für idiolektische
Gespräche
Leitung: Anna Karin Engels & Petra Speth
Inhalt: Wir erkunden unsere eigene Körpersprache anhand von authentischen Bewegungen. In Gesprächen vertiefen wir diese Erfahrungen. Aufgrund der Wahrnehmung von körpersprachlichen Signalen üben wir idiolektische Gespräche zu führen.
E: In einem Raum jenseits von richtig und falsch
dort will ich Dir begegnen… (Rumi)
Leitung: Christoph Duit
Inhalt: Idiolektiker:innen sagt man einen achtsamen Umgang mit Sprache, feines Hinhören und präzises Fragen nach. Ein Verhalten, das oft mit freundlichen Gutmenschen assoziiert wird: Menschen, die Biogemüse essen, Zug statt Auto fahren und ihr Geld in Solarenergie investieren.
So sehr wir als Idiolektiker:innen die Einzigartigkeit jedes Menschen würdigen wollen – leben wir innerhalb sozialer Normen. Bestimmte Ausdrucksformen gelten als „nicht achtsam“, bestimmte Emotionen werden gemieden sie werden als unfein oder gar „unangemessen“ erlebt. Wir fluchen nicht, sind eher zurückhaltend und hinterfragen die eigenen Hypothesen.
In diesem Workshop werden wir gemeinsam versuchen an den Rand der eigenen Komfortzone als Berater:in oder Therapeut:in zu gehen. Wir begegnen dabei eigenen Antreibern, Ängsten und Verboten, üben uns darin damit umzugehen wenn wir Scheitern und erkunden darin neue Handlungsspielräume. Welche Türen öffnen sich wenn ich Orte jenseits von Richtig und Falsch entdecke?
Ein Workshop für alle, die auch mal deftig fluchen wollen – mit Herz, Haltung und Humor.
F: Authentischer Ausdruck und Freiräume therapeutischer
Arbeit
Leitung: Tilman Rentel
Inhalt: Finde deinen authentischen Ausdruck – und erweitere den Freiraum deiner therapeutischen Arbeit. Ein Workshop für Therapeut*jnnen, Coaches und kreative Praktiker*innen, die eine kraftvolle, authentische Therapeut*innenpersönlichkeit entfalten möchten. Warum dieser Workshop: Manchmal ist weniger mehr. Lernen, wann Werkzeuge losgelassen werden können. Freiraum schaffen für tiefe Begegnungen. Raum für echte Verbindung und Transformation. Entdecke deine eigene Wirksamkeit. Durch Authentizität zu echter Wirkung und Präsenz. In der heutigen therapeutischen Welt kann der Überfluss an Techniken verwirren. Wir helfen, das Wesentliche zu finden und die eigenen Stärken voll zur Entfaltung zu bringen.
Was erwartet die Teilnehmenden? Selbstreflexion: Erkenne, welche Werkzeuge wirklich zu dir und deiner Arbeit passen. Entwicklung der authentischen Präsenz: gemeinsame Übungen, um den Mut zu fördern, die eigene therapeutische Identität auszudrücken und zu leben. Experimenteller Raum: Praxisübungen zum Loslassen, von festen Strukturen zu Gunsten neuer Perspektiven.
Weshalb Authentizität die Schlüsselkompetenz für Therapeuten ist? Authentizität bringt Vertrauen und tiefe in den therapeutischen Raum. Sie ist Grundlage für Resonanz und die Bereitschaft Transformationen anzustoßen. Der Kern unserer Reise, die eigene Therapeutinnen Persönlichkeit zu entwickeln, mit Mut zur Einzigartigkeit und einer Balance zwischen Tools und Intuition.
Freitag 15.05.2026:
G: Einführung in die Idiolektik
Leitung: Stefan Kuen & Robin Kurzbein
Inhalt:
H: Zuhören im politischen Alltag – Workshop für politisch
aktive Menschen
Leitung: Daniel Bindernagel & Franziska Ryser
Inhalt: Welchen Stellenwert hat neben der Debatte, den guten Argumenten und der Rhetorik das Zuhören im politischen Alltag? Kann offenes Zuhören Verständnis für die Position des Gegenübers, Meinungsbildung und Konsens fördern? Dieser Workshop richtet sich explizit an Politiker*innen aller Couleur. Zentrale Elemente einer Gesprächsführung, die sich an der Eigensprache unseres Gegenübers orientiert, werden dargestellt. Zur Haltung zählen Zieloffenheit, konsequente Subjektorientierung und Würdigung. Techniken wie offenes, einfaches und konkretes Nachfragen werden geübt und reflektiert. Wir möchten einen Raum öffnen für eine offene Gesprächskultur.
I: Ich bin ich – oder spiele ich mich? Idiolektik und Selbsterkundung
Leitung: Magdalena Bork
Inhalt: Mithilfe idiolektischer Fragen erkunden wir auf spielerische Weise unsere innere Welt und üben, das anzunehmen und zu würdigen, was da ist – ohne Wenn und Aber.
J: Dialogkompetenz im Umgang mit Antidemokrat:innen
Leitung: Mo Asumang
Inhalt:
K: Idiolektik – ein Pfad zu meinem authentischen Sein
Leitung: Rita Borer & Marianne Kleiner
Inhalt: Authentische Begegnung mit mir, mit meinen Worten und Gedanken, meinen Bildern und mit der gesprächsführenden Person – all dem spüren wir im idiolektischen Gespräch nach.
L: Jornalisten fragen, Politiker antworten: die Rolle des richtigen Zuhörens
Leitung: Horst Poimann & Anja Weisgerber
Inhalt:
Samstag 16.05.2026:
M: Wahrheit oder Lüge: Wie unterscheiden wir mithilfe der
Eigensprache authentische von unechten Mitteilungen?
Leitung: Horst Poimann
Inhalt:
N: Ich habe so viel aus meinen Fehlern gelernt, ich glaube
ich mache noch welche!
Leitung: Monika Nonella & Ivonne Krüger
Inhalt: Fehler – Scham – Authentizität
Sind das Begriffe, die zusammengehen?
Ein idiolektischer Versuch damit wohlwollend umzugehen
O: Call and Response: Idiolektik und Blues
Leitung: Andreas Cincera & Simon Schwaninger
Inhalt:
P: Authentisch sein im Beruf – Ein Balanceakt?!
Leitung: Regine Fankhauser & Charlotte Kinateder
Inhalt: Authentizität spielt eine zentrale Rolle, wenn wir beruflich mit Menschen arbeiten.
Gerade in herausfordernden Situationen stehen wir immer wieder vor der Entscheidung,
uns authentisch und unverblümt oder mit einer gewissen professionellen Distanz zu
zeigen. Diese Regulation unsere Emotionen und Reaktionen geschieht jedoch oft
unbewusst. Das Bewusstwerden und Reflektieren über die eigenen Befindlichkeiten,
Achtsamkeitstraining und eine gute Verankerung im eigenen Körper können die
Entwicklung einer authentischen professionellen Haltung begünstigen. Wir üben uns
darin, dem Gegenüber und uns genau zuzuhören, auf Emotionen und körperliche
Reaktion zu achten und möglichst einfach nachzufragen. Neben idiolektischen
Gesprächen werden wir einfache Achtsamkeitsübungen ausprobieren.
Q: Leibliche Kommunikation im eigensprachlichen Dialog
Leitung: Eckard Krüger
Inhalt: